Donnerstag, 29. Januar 2009

Was wäre wenn?

Wie wäre es, wenn wir uns eingestehen, dass unsere Ziele alles andere als klar sind? Sowohl die persönlichen, als auch die gesellschaftlichen oder politischen? Dass das Neue nicht dadurch in die Welt kommt, dass wir es erfinden, sondern dadurch, dass wir einen neuen Anfang setzen und das Risiko des Ungewissen eingehen?
http://www.antjeschrupp.de/neuanfang.htm

Kommentare:

femininelesbians hat gesagt…

Hier meine Antwort auf Ihren Kommentar zu meinem Text: Muslimische Frauen und lesbische Liebe:
"Den Artikel von Angelika Hassani finde ich sehr interessant, nur leider unterscheidet sie zu wenig zwischen Männern und Frauen. (In diesem Fall zwischen Schwul/Trans und Lesbisch) Denn auch wenn “queer” uns weismachen will, dass es eigentlich keine Geschlechter gibt (weder geistig noch körperlich), so glaube ich gibt sie doch, zumindest meiner Lebenserfahrung nach…
Und wenn man sich dann noch die Griechischen Mythen anschaut/durchließt wird einem auch einiges über den “Krieg zwischen den Geschlechtern” klar. Verwirrend, ja aber zumindest das habe ich begriffen: Die Frauen haben nicht gewonnen in dieser Jahrhunderte/Jahrtausende währenden Schlacht der Geschlechter, aber ihre Chancen liegen in der Zukunft. Denn, so wie der Mann sich von der Natur (und damit von der Frau als gebärendes /naturabhängiges Wesen) befreit hat- so muss sich die Frau von dem Mann (als dem die Natur zerstörendes/unfruchtbares Wesen) befreien. Alle Frauen werden lesbisch?? Wer weiß was dann wird, werden wird, aber zumindest werden sie dann geil aussehen ;) Die Frauen.

antjeschrupp hat gesagt…

Hallo, du Unbekannte -
ja, das finde ich auch, dass das Konzept des queer genau da an die Grenzen stößt. Interessant an Angelikas Artikel finde ich jedoch den Hinweis darauf, dass der Islam mit queer nicht grundsätzlich Probleme hat. Dass die Geschlechterdifferenz nicht für bedeutsam gehalten wird, ist ja so generell gesehen das Problem des Islam gerade nicht. Vorschlag: Sollen wir diese Diskussion nicht auf die bzw-weiterdenken-Seite verlegen? Wir posten diese Kommentare dahin um, dann sind sie an der Quelle wo sie hingehören und es ist nicht so verwirrend. Kann ich machen, wenn du einverstanden bist, lg Antje

femininelesbians hat gesagt…

ja das wäre passend- das mit dem weiterverlegen auf die bzw-weiterdenken-Seite.

LG Claudia

femininelesbians hat gesagt…

Was ist Weiblichkeit? Hier ein sehr, sehr wichtiger Aspekt, der bei heterolebenden Frauen komplett verdrängt wird. Ein Artikel von unserer Seite "Feminine Lesbians":

Was ist Weiblichkeit, was ist Männlichkeit, gibt es Rollen oder keine, sind sie nötig, oder gibt es unendlich viele Geschlechter-Identitäten, wie uns „queer“ weismachen will? Ein schwieriges Thema, an dem sich besonders lesbische Frauen und teilweise auch schwule Männer abarbeiten.

In den 70er Jahren haben sich Feministinnen von den Männern separiert, haben sie zu Feinden erklärt und beharrten auf einer eigenen weiblichen Identität. Das löste aber nicht die Probleme zwischen Mann und Frau. Ab den 90ern kam dann„queersein“ in Mode, alles ist im Fluss usw…. Wir haben jetzt eine quasi queere Gesellschaft bekommen, denn auch Männer arbeiten im Niedriglohnbereich und wenn Frauen sich anstrengen, können sie auch eine „beschissene“ Chefin werden… Aber die Geschlechterrollen wurden damit nicht aufgelöst, ganz im Gegenteil, denn die Polaritäten Mann/Frau, oben/unten, Sonne/Mond, Himmel/Erde, aktiv/passiv, Herr/Sklavin existieren immer noch wie eine in die Unendlichkeit potenzierte biblische Prophezeiung.

Aber was ist eigentlich: Die Frau? Ist sie nur eine konstruierte Rolle, eine Sklavin, die abgeschafft werden muss um dann als befreiter Mann in einem (pseudo)weiblichen Körper wieder neu aufzuerstehen? Es sieht so aus, zumindest, wenn man sich die bisherige geschichtliche Welt-Entwicklung anschaut…

Nun, wir denken aber schon, dass es eine andere Art von weiblicher Identität/Spiritualität, einen Seinszustand gibt, der jenseits der üblichen Feminität existiert/existieren wird. (Also Frau nicht = Barbie und befreite Frauen nicht gleich Karrieretussis, oder Mannsweiber.) Denn alle diese Zustände sind nur Masken, die aufgesetzt werden um darunter das selbe zu verbergen. In der Lesbenszene z. B. gaben in den 80ern die Butches den Ton an und jetzt treten die Femmes immer mehr in den Vordergrund. (Ja, ja, meine lieben Heteras, Lesben und Schwule sind keine seltsame Sondergruppe -wie ihr so selbstleugnerisch zu glauben mögt- sondern sie zeigen nur, wie unter einem riesigen Vergrößerungsglas, die Zustände der Welt und des bis in alle Ewigkeiten währenden Geschlechterkampfes auf) Aber sind Femmes und Butches wirklich so verschieden, oder nicht nur die zwei gegensätzlichen Masken des immer Gleichen? Es sind beides keine authentische weibliche Identitäten, es sind von Männern konstruierte Rollen. Beide orientieren sich an (schwulen) Männern und ihren Versuchen mit den so konträr gelebten Rollen klar zu kommen. Und für die Lesben bedeutet das - die Butch ist der „Lederkerl“ und die Femme ist die „Transe“ sozusagen. Denn da das Patriarchat eine komplett männlich-identifizierte Welt ist, gibt es offiziell nicht wirklich weibliche Identität – es gibt keine Frauen, nur von Männern ausgedachte Weiblichkeit, die nichts mit Frauen zu tun hat.

Mary Daly, eine feministische Theologin hat es in ihrem genialen Werk „Gyn/ökologie“ wunderbar treffend auf den Punkt gebracht, ich zitiere mal:

„Das Denken der westlichen Gesellschaft ist immer noch, offen oder unterschwellig, von christlichem Symbolismus besetzt, und dieser Besitz-Stand hat seinen Einfluss über fast den ganzen Planeten ausgedehnt. Höchstes Symbol seiner Prozessionen ist die rein männliche Trinität selbst. Von grundlegender Bedeutung ist hier die Tatsache, dass dies ein Bild ist von einem göttlichen Sohne, der aus einem göttlichen Vater kommt (Mutter oder Tochter kommen nicht vor) In dieser Symbolik ist der Vater die erste Person, der Ursprung, der die zweite Person aus dem Geiste erschafft, den Sohn/das Wort, der sein perfektes Abbild ist, „gleich ewig“ und wesensgleich. Ihre Vereinigung ist so total, dass sich ihre „gegenseitige Liebe“ in der Hervorbringung einer dritten Person ausdrückt, die „Heiliger Geist“ genannt wird, deren eigentlicher Name jedoch „Liebe“ ist. Diese Definition der „Drei Göttlichen Personen“ (Geist, Wort, Liebe) ist das Musterbeispiel für den Pseudo-Gattungsbegriff Person (der angeblich auf Männer und Frauen gleichermaßen zutreffen soll), denn er schließt alle weibliche mythische Anwesenheit aus, verleugnet die weibliche Wirklichkeit im Kosmos.

Dieser dreieinige Gott ist ein Akt der ewigen Versenkung in sich selbst/der Eigenliebe. Das Wort Person kommt vom lateinischen persona, was soviel bedeutet wie die Maske des Schauspielers oder eine Figur in einem Schauspiel. „Die Prozession der Heiligen Personen“ ist der sensationellste Einakter der Jahrhunderte, die eigentliche Love Story, aufgeführt von dem Höchsten rein männlichen Ensemble. Hier haben wir den Inbegriff des Männerbundes, der weit über die „besten“ was heißt schlimmsten, Träume eines Lionel Tiger hinausgeht. Es ist ein „sublimer“ (und daher kaschierter) erotischer männlich-homosexueller Mythos, die perfekte rein männliche Ehe, der beste Jungensclub, das Muster-Mönchskloster, die oberste Männervereinigung, das Vorbild für alle Variationen gleichgeschlechtlicher männlicher Paarungen. Auf die schüchtern geäußerten Einwendungen christlicher Frauen gab es die klassische Antwort: „Ihr seid im heiligen Geist mit einbegriffen. Er hat weibliche Züge.“ Der Punkt ist natürlich, dass von Männern ausgedachte Weiblichkeit nichts mit Frauen zu tun hat. Aufgetuckte Tunten, ob göttlich oder menschlich, gehören zur Männervereinigung.“

Fazit: Weiblichkeit ist unsichtbar und verschleiert wie die muslimischen Frauen, aber sie ist eine ungeheure Kraft, bereit zur Entwicklung, in der Zukunft, denn wie schon in meinem letzten Artikel erwähnt: „Und wenn man sich dann noch die griechischen Mythen anschaut/durchliest wird einem auch einiges über den “Krieg zwischen den Geschlechtern” klar. Verwirrend, ja aber zumindest das habe ich begriffen: Die Frauen haben nicht gewonnen in dieser Jahrhunderte/Jahrtausende währenden Schlacht der Geschlechter, aber ihre Chancen liegen vielleicht in der Zukunft. Denn - so wie der Mann sich von der Natur (und damit von der Frau als gebärendes /naturabhängiges Wesen) befreit hat/bzw. befreien will- so muss sich die Frau von dem Mann (als dem die Natur zerstörendes/unfruchtbares Wesen) lösen. Alle Frauen werden lesbisch? Wer weiß was dann (aus ihnen) wird, wir werden sehen…;)“Was ist Weiblichkeit, was ist Männlichkeit, gibt es Rollen oder keine, sind sie nötig, oder gibt es unendlich viele Geschlechter-Identitäten, wie uns „queer“ weismachen will? Ein schwieriges Thema, an dem sich besonders lesbische Frauen und teilweise auch schwule Männer abarbeiten.

In den 70er Jahren haben sich Feministinnen von den Männern separiert, haben sie zu Feinden erklärt und beharrten auf einer eigenen weiblichen Identität. Das löste aber nicht die Probleme zwischen Mann und Frau. Ab den 90ern kam dann„queersein“ in Mode, alles ist im Fluss usw…. Wir haben jetzt eine quasi queere Gesellschaft bekommen, denn auch Männer arbeiten im Niedriglohnbereich und wenn Frauen sich anstrengen, können sie auch eine „beschissene“ Chefin werden… Aber die Geschlechterrollen wurden damit nicht aufgelöst, ganz im Gegenteil, denn die Polaritäten Mann/Frau, oben/unten, Sonne/Mond, Himmel/Erde, aktiv/passiv, Herr/Sklavin existieren immer noch wie eine in die Unendlichkeit potenzierte biblische Prophezeiung.

Aber was ist eigentlich: Die Frau? Ist sie nur eine konstruierte Rolle, eine Sklavin, die abgeschafft werden muss um dann als befreiter Mann in einem (pseudo)weiblichen Körper wieder neu aufzuerstehen? Es sieht so aus, zumindest, wenn man sich die bisherige geschichtliche Welt-Entwicklung anschaut…

Nun, wir denken aber schon, dass es eine andere Art von weiblicher Identität/Spiritualität, einen Seinszustand gibt, der jenseits der üblichen Feminität existiert/existieren wird. (Also Frau nicht = Barbie und befreite Frauen nicht gleich Karrieretussis, oder Mannsweiber.) Denn alle diese Zustände sind nur Masken, die aufgesetzt werden um darunter das selbe zu verbergen. In der Lesbenszene z. B. gaben in den 80ern die Butches den Ton an und jetzt treten die Femmes immer mehr in den Vordergrund. (Ja, ja, meine lieben Heteras, Lesben und Schwule sind keine seltsame Sondergruppe -wie ihr so selbstleugnerisch zu glauben mögt- sondern sie zeigen nur, wie unter einem riesigen Vergrößerungsglas, die Zustände der Welt und des bis in alle Ewigkeiten währenden Geschlechterkampfes auf) Aber sind Femmes und Butches wirklich so verschieden, oder nicht nur die zwei gegensätzlichen Masken des immer Gleichen? Es sind beides keine authentische weibliche Identitäten, es sind von Männern konstruierte Rollen. Beide orientieren sich an (schwulen) Männern und ihren Versuchen mit den so konträr gelebten Rollen klar zu kommen. Und für die Lesben bedeutet das - die Butch ist der „Lederkerl“ und die Femme ist die „Transe“ sozusagen. Denn da das Patriarchat eine komplett männlich-identifizierte Welt ist, gibt es offiziell nicht wirklich weibliche Identität – es gibt keine Frauen, nur von Männern ausgedachte Weiblichkeit, die nichts mit Frauen zu tun hat.

Mary Daly, eine feministische Theologin hat es in ihrem genialen Werk „Gyn/ökologie“ wunderbar treffend auf den Punkt gebracht, ich zitiere mal:

„Das Denken der westlichen Gesellschaft ist immer noch, offen oder unterschwellig, von christlichem Symbolismus besetzt, und dieser Besitz-Stand hat seinen Einfluss über fast den ganzen Planeten ausgedehnt. Höchstes Symbol seiner Prozessionen ist die rein männliche Trinität selbst. Von grundlegender Bedeutung ist hier die Tatsache, dass dies ein Bild ist von einem göttlichen Sohne, der aus einem göttlichen Vater kommt (Mutter oder Tochter kommen nicht vor) In dieser Symbolik ist der Vater die erste Person, der Ursprung, der die zweite Person aus dem Geiste erschafft, den Sohn/das Wort, der sein perfektes Abbild ist, „gleich ewig“ und wesensgleich. Ihre Vereinigung ist so total, dass sich ihre „gegenseitige Liebe“ in der Hervorbringung einer dritten Person ausdrückt, die „Heiliger Geist“ genannt wird, deren eigentlicher Name jedoch „Liebe“ ist. Diese Definition der „Drei Göttlichen Personen“ (Geist, Wort, Liebe) ist das Musterbeispiel für den Pseudo-Gattungsbegriff Person (der angeblich auf Männer und Frauen gleichermaßen zutreffen soll), denn er schließt alle weibliche mythische Anwesenheit aus, verleugnet die weibliche Wirklichkeit im Kosmos.

Dieser dreieinige Gott ist ein Akt der ewigen Versenkung in sich selbst/der Eigenliebe. Das Wort Person kommt vom lateinischen persona, was soviel bedeutet wie die Maske des Schauspielers oder eine Figur in einem Schauspiel. „Die Prozession der Heiligen Personen“ ist der sensationellste Einakter der Jahrhunderte, die eigentliche Love Story, aufgeführt von dem Höchsten rein männlichen Ensemble. Hier haben wir den Inbegriff des Männerbundes, der weit über die „besten“ was heißt schlimmsten, Träume eines Lionel Tiger hinausgeht. Es ist ein „sublimer“ (und daher kaschierter) erotischer männlich-homosexueller Mythos, die perfekte rein männliche Ehe, der beste Jungensclub, das Muster-Mönchskloster, die oberste Männervereinigung, das Vorbild für alle Variationen gleichgeschlechtlicher männlicher Paarungen. Auf die schüchtern geäußerten Einwendungen christlicher Frauen gab es die klassische Antwort: „Ihr seid im heiligen Geist mit einbegriffen. Er hat weibliche Züge.“ Der Punkt ist natürlich, dass von Männern ausgedachte Weiblichkeit nichts mit Frauen zu tun hat. Aufgetuckte Tunten, ob göttlich oder menschlich, gehören zur Männervereinigung.“

Fazit: Weiblichkeit ist unsichtbar und verschleiert wie die muslimischen Frauen, aber sie ist eine ungeheure Kraft, bereit zur Entwicklung, in der Zukunft, denn wie schon in meinem letzten Artikel erwähnt: „Und wenn man sich dann noch die griechischen Mythen anschaut/durchliest wird einem auch einiges über den “Krieg zwischen den Geschlechtern” klar. Verwirrend, ja aber zumindest das habe ich begriffen: Die Frauen haben nicht gewonnen in dieser Jahrhunderte/Jahrtausende währenden Schlacht der Geschlechter, aber ihre Chancen liegen vielleicht in der Zukunft. Denn - so wie der Mann sich von der Natur (und damit von der Frau als gebärendes /naturabhängiges Wesen) befreit hat/bzw. befreien will- so muss sich die Frau von dem Mann (als dem die Natur zerstörendes/unfruchtbares Wesen) lösen. Alle Frauen werden lesbisch? Wer weiß was dann (aus ihnen) wird, wir werden sehen…)“

femininelesbians hat gesagt…

Oh, der Komentar ist doppelt gepostet worden, das war aber nicht unser Fehler, sondern von blogspot. Sorry.