Samstag, 29. März 2008
Brauchen wir einen neuen Feminismus?
Außerdem: Im Internet sind jetzt auf den Seiten der Friedrich-Ebert-Stiftung sämtliche Ausgaben der 1976 gegründeten feministischen Zeitschrift Courage digitalisiert und kostenlos zugänglich. Da sag ich nur: Applaus, Applaus! Hier ist der Link zum Courage-Archiv: http://library.fes.de/courage/courage-einl.html.
Dienstag, 25. März 2008
Rückschau zum Internationalen Frauentag
Der Vortrag steht jetzt zum Nachlesen im Internet: http://www.antjeschrupp.de/gutes_leben_in_zeiten_der_emanzipation.htm (lohnt sich auch für diejenigen, die bei einer der Veranstaltungen dabei waren, denn meist sind wir so schnell in die Debatte gekommen, jedenfalls habe ich das Manuskript kein einziges Mal bis ganz zum Ende vorgetragen J). Eine weitere Möglichkeit, über das Thema zu diskutieren, gibt es bei einer Veranstaltung am Mittwoch, 2. April, um 20 Uhr im Jubec-Café, Kronenplatz 20, in Karlsruhe. Ich würde mich freuen, wenn wir uns sehen.
Donnerstag, 20. März 2008
Persönliche Auseinandersetzungen mit „großen“ Frauen
Außerdem ist im März im Schwabenverlag ein Buch erschienen, das ebenfalls diesem Prinzip folgt. Es versammelt zwölf Artikel, in denen sich die Autorinnen in eine lebendige Auseinandersetzung mit je einer Persönlichkeit aus der Geschichte begeben. In meinem Beitrag geht es um Hannah Arendt, die anderen handeln von Hildegard von Bingen, Clara von Assisi, Elisabeth von Thüringen, Marguerite Porete, Johanna von Orleans, Teresa von Avila, Maria Ward, Madeleine Delbrel, Astrid Lindgren, Sophie Scholl und Dorothee Sölle.Martina Kreidler-Kos (Hg): Von wegen von gestern! Der Lebenskunst großer Frauen begegnen, Schwabenverlag, Ostfildern 2008, 13,90 Euro.
Der ursprüngliche Artikel „Brauchen wir große Frauen“ unter http://www.antjeschrupp.de/grosse_Frauen_artikel.htm.
Freitag, 15. Februar 2008
Kein weiblicher "Messias" in Sicht
Mit "Messias-Faktor" hat der Spiegel den gegenwärtigen Höhenflug Barack Obamas im Rennen um die demokratische Präsident/inn/en-Kandidatur
treffend umschrieben. Der US-amerikanische Vorwahlkampf ist nämlich für eine feministische Analyse von großer Bedeutung: Die "weiße Frau" und der"schwarze Mann" kandidieren für dieselbe Partei, ihre Programme unterscheiden sich praktisch gar nicht voneinander. Aus der drohenden Niederlage Hillary Clintons können wir so einiges über die symbolische Politik der Frauen lernen:http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-2-105.htm
Mittwoch, 6. Februar 2008
Priester und Feministinnen - Artikel von Luisa Muraro
Zur Erinnerung: Die Dokumentation unserer vorausgegangenen Diskussion auf der Redaktionsmailingliste findet Ihr hier: http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-8-88.htm
Freitag, 11. Januar 2008
Ausländer sind gesetzestreuer als Deutsche
Freitag, 28. Dezember 2007
Brauchen wir "große Frauen"? zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir

Die Frage ist aber, wie eine weibliche Geschichtsschreibung, eine weibliche Erinnerungskultur aussehen könnte. Brauchen wir "große" Frauen, so wie die männliche Geschichtsschreibung ihre "großen Männer" feiert? Sind Frauen in der bisherigen Historie einfach nur "vergessen" oder gar "unsichtbar gemacht" worden, oder stellt ihre Abwesenheit aus den traditionellen Geschichtsbüchern vielleicht einen Ausgangspunkt für ein ganz neues Verständnis von Geschichte dar?
Über den Sinn und Unsinn historischer Frauenforschung habe ich kürzlich einen Artikel geschrieben: http://www.antjeschrupp.de/grosse_Frauen_artikel.htm
Vorträge und Veranstaltungen von mir zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir gibt es:
- am Mittwoch, 9. Januar, in Frankfurt/Main (18 Uhr, Ev. Frauenbegegnungszentrum, Saalgasse 15)
- am Donnerstag, 10. Januar, in Herford (19 Uhr, Kreishaus)
- am Montag, 28. Januar, in Aalen (19 Uhr, VHS)
- am Dienstag, 12. Feburar, in Detmold (19 Uhr, Café Schokolade, Marktplatz, Lange Str. 41)
- am Dienstag, 11. März, in Siegen (19.30 Uhr, Krönchen Center, Markt 25)
- am Montag, 28. April, in Schwäbisch-Gmünd (19.30 Uhr, VHS Gmünd, Münsterplatz 15)
Would be nice to meet you!
Mittwoch, 28. November 2007
Sexualität und Freiheit
Und es gibt zwei neue Bücher, die daran erinnern, dass freiheitliche Sexualpolitik eine Geschichte hat. Sie zu lesen ist interessant, aber auch ein bisschen traurig, weil es uns daran erinnert, dass die Geschichte nicht immer hin zu mehr Freiheit verläuft, sondern manches Mal auch rückwärts: http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-7-97.htm
Montag, 29. Oktober 2007
Feministischer Streit über Religiosität
Den Text „Weibliche Spiritualität ist…“ findet Ihr hier: http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-8-88.htm - es gab darauf auch schon einige interessante Zuschriften, zu denen führt ein Link am Ende des Textes. Mit dem Thema „Aneinander geraten. Konflikte und Fraktionen im deutschen Feminismus“ beschäftigt sich auch ein älterer Artikel von mir: http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-2-5.htm
Mittwoch, 10. Oktober 2007
„Methusalems Mütter“ auf Englisch
Im September gab es zum Thema „Women in an ageing Europe“ eine Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll, und es war sehr interessant, Berichte aus den verschiedenen Ländern zu hören. Familienpolitisch gesehen sind die skandinavischen Länder tatsächlich sehr paradiesisch – übrigens nicht nur, was die direkten Hilfen für Mütter und Väter betrifft, sondern auch arbeitspolitisch: In Finnland zum Beispiel haben alle Angestellten alle fünf Jahre die Möglichkeit eines Sabbatjahres. Anlässlich dieser Tagung habe ich die grundlegenden Thesen aus meinem Buch „Methusalems Mütter“ nun auch in Englisch aufgeschrieben. Vielleicht ist das in dem einen oder anderen Zusammenhang nützlich.
Den Text findet ihr hier: http://www.antjeschrupp.de/methusalems_muetter_bad_boll_englisch.htm. Eine Möglichkeit, über das Buch zu diskutieren gibt es am Freitag, 19. Oktober, um 18 Uhr im Evangelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt, Saalgasse 15. Ich würde mich freuen, die eine oder andere von euch dort zu treffen!
Montag, 24. September 2007
Neues Buch zum Thema Grundeinkommen
Das Buch ist 288 Seiten dick und kostet 21,50 Euro. Weitere Autorinnen und Autoren darin sind Volker Koehnen, Dagmar Paternoga, Heinz Steinert, Götz Werner, Astrid Kraus, André Gorz, Christa Wichterich, Andreas Exner u .v.a. Ein Vortrag von mir zum Thema steht auf http://www.antjeschrupp.de/grundeinkommen.htm, ein gemeinsam mit anderen verfasstes Thesenpapier auf www.gutesleben.org.
Mittwoch, 19. September 2007
Individualität versus Solidarität? – eine falsche Alternative!
Natürlich hat Kullmann mit dem Hinweis auf die Differenz unter Frauen recht. Aber das ist ja keine neue Idee. Es ist bei ihr eben so ähnlich, wie ich es auch schon an Thea Dorn kritisiert habe - und übrigens ist das ein Punkt, den die neuen Individual-Feministinnen mit ihrer Hassgegnerin Eva Herman gemeinsam haben: Für den Feminismus interessieren sie sich nicht wirklich. Sie schreiben halt drüber, weil das grade ein Modethema ist. Was sie mal so gehört oder in der Zeitung gelesen haben, genügt ihnen für ihr Urteil. Bücher verkaufen sich sowieso viel besser, wenn wie voll ins Klischee greifen: "Jeder, wirklich jeder Aufsatz und jede Rede zum Thema mündet im Appell zu mehr Solidarität" behauptet Katja Kullmann dreist. Welche feministischen Aufsätze und Vorträge hat sie denn in letzter Zeit zur Kenntnis genommen? Viele können es nicht gewesen sein. Denn sonst wüsste sie, dass die Kritik am platten "Frauen-Wir" und das Nachdenken über die Unterschiede unter Frauen längst ganz zentral zu jeder feministischen Debatte dazu gehören.
Kullmanns Kritik am Solidaritätsdenken teile ich voll und ganz, das ist schließlich seit Jahren eines meiner wichtigsten Themen. Aber wenn das bedeutet, dass der Feminismus zur bloßen Lobbyinstanz für Karrierefrauen wird, läuft was schief. Die Alternative zur Solidarität ist nicht Individualismus und Ego-Streben, sondern die konkrete Beziehung zwischen Frauen, eine Beziehung, die nicht auf einer angeblichen Gleichheit, sondern gerade auf Anerkennung der Differenz beruht. Dass die Unterschiedlichkeit eine feministische Bereicherung ist, hat bereits Jenny Warnecke in der taz-Debatte betont: Die verschiedenen „Bindestrich-Feministinnen“ könnten sich gegenseitig ergänzen und die Vielfalt möglicher Wege deutlich machen. Doch das reicht nicht. Solange jede nur ihren eigenen Weg geht und die anderen dabei freundlich toleriert, bleibt es langweilig. Wirklich interessant wird es erst, wenn Frauen ihre Unterschiede und Differenzen auch thematisieren und diskutieren, wenn sie sich füreinander interessieren, sich gegenseitig kritisieren, wenn sie sich streiten und so möglicherweise etwas voneinander lernen. Ich bin überzeugt, dass aus den Konflikten zwischen Frauen Lösungen und Ideen hervorgehen können, auf die jede Einzelne für sich gar nicht gekommen wäre.
In einem meiner Vorträge über diese Praxis des „Affidamento“ (der Vorschlag kommt ursprünglich von italienischen Philosophinnen), des sich-Anvertrauens an eine Frau, die anders ist, habe ich geschrieben: „Es geht um den sehr revolutionären Gedanken, dass Freiheit nur möglich ist, wenn ich eine Beziehung habe zu einer, die wirklich anders ist als ich. Einer, mit der ich Differenzen habe. Einer anderen, die nicht nur einfach etwas besser kann, sondern die etwas tut, das mir neu ist, das ich bisher vielleicht sogar für falsch gehalten habe. Denn nur dieses wirklich Anders-sein der Anderen, diese echte Differenz, die nicht Diversity ist, sondern Konflikt, ermöglicht es mir, etwas wirklich Neues zu entdecken, meine eingefahrene Meinung zu verändern, aus vorgegebenen Denkmustern und Bahnen auszubrechen – Freiheit also.“ Wenn wir also verstehen, dass Freiheit nicht aus Egoismus entsteht und dass echte Beziehungen sowieso niemals kritiklose Solidarität meinen, sondern offen ausgetragene Differenz, dann brauchten wir uns auch nicht länger an alten Klischees über die Welt und über die Frauenbewegung abzuarbeiten.
Beiträge von mir zum Thema:
Affidamento. Oder: Warum (und wann) Beziehungen zwischen Frauen die Grundlage weiblicher Freiheit sind: http://www.antjeschrupp.de/affidamento.htm
Autorität statt Solidarität: http://www.antjeschrupp.de/autoritaet_statt_solidaritaet.htm
Zu Thea Dorns F-Klasse:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/literatur/?em_cnt=1001844&
Und hier sind die Links zu der Diskussion in der taz:
Ute Gerhard: Feminismus braucht Solidarität - http://www.taz.de/index.php?id=start&art=3534&id=kommentar-artikel&cHash=a0d6d4c659
Katja Kullmann: Begrabt Gabi Mustermann –
http://www.taz.de/index.php?id=start&art=3837&id=kommentar-artikel&cHash=9734fd790a
Sabine Hark: Die Privatisierung der Politik -
http://www.taz.de/index.php?id=kommentar-artikel&art=4149&no_cache=1
Jenny Warnecke: Der Bindestrich-Feminismus - http://www.taz.de/index.php?id=digitaz-artikel&ressort=me&dig=2007/09/11/a0116&no_cache=1&src=GI
Freitag, 31. August 2007
Lesbischer Iranerin droht Abschiebung
Montag, 20. August 2007
Ich will nicht die schönsten Sachen haben, sondern schöne!
Um solche und weitere Gedanken zum Thema Konkurrenz, speziell auch Konkurrenz unter Frauen, geht es am Dienstag, 18. September, bei einem Vortrag bei der "Initiative Frauen, Leben und Arbeit in Mittelhessen" e.V., Altes Schloss, Brandplatz 2 (Netanya-Saal), 19 Uhr – vielleicht sieht man sich! Einen älteren Vortrag zum Thema könnt Ihr hier nachlesen: www.antjeschrupp.de/konkurrenz.htm.
Donnerstag, 9. August 2007
Die sexuelle Differenz im Nebel

Über die Frage, wie die Beziehungen zwischen Frauen und Männern gestaltet werden können, diskutieren wir auch seit einiger Zeit im Internetforum http://www.bzw-weiterdenken.de/. Und in der aktuellen Ausgabe der Zeitung „Via Dogana“ des Mailänder Frauenbuchladens hat Traudel Sattler die Anregungen von Dorothee Markert aufgegriffen und kritisch weitergedacht. Was mich wiederum zu einem Artikel angeregt hat, in dem ich argumentiere, dass es bei all dem nicht um eine Frage von Schuld und Moral geht, sondern dass ein bewusst geführter "interkultureller Dialog" der Geschlechter vielmehr eine Notwendigkeit ist, wenn die Rede von der weiblichen Differenz heute einen Sinn haben soll.
Den Artikel mit der Überschrift „Die sexuelle Differenz im Nebel“ findet Ihr hier: http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-2-81.htm
Der schwierige Umgang mit dem Bösen - und mögliche Wege des Guten
Zu diesem Thema gibt es am Mittwoch, 22. August, um 19 Uhr eine Diskussion im Evangelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt am Main (Saalgasse 15). Grundlage ist ein Vortrag, den ich vor einiger Zeit schon einmal gehalten habe, und den Ihr hier nachlesen könnt: http://www.antjeschrupp.de/das_boese.htm. Interessant dazu ist auch Hannah Arendts Abhandlung „Über das Böse“, die ich für die FR rezensiert habe: http://www.antjeschrupp.de/rez_arendt_das_boese.htm
Dienstag, 24. Juli 2007
Einige Fragen zu Schwarzers Antwort
Meine Rezension findet Ihr hier: http://www.antjeschrupp.de/rez_schwarzer_die_antwort.htm
